Heute hatte ich einen Doppel-Termin. Zwei ältere Herren, die einen Trainingsplan haben wollten. Der eine, um etwas abzunehmen, der andere, um seinen Körper zu "straffen" (was auch immer dieses nebulöse Wort im Fitness-Kontext bedeuten soll). Beide hatten zwar schon Sport getrieben, allerdings lag das in beiden Fällen auch mehr als zehn Jahre zurück. Also habe ich ihnen erst mal erklärt, was sie machen können und sollten. Das Ergebnis war schließlich für beide je
— ein Ganzkörper-Kraftausdauertraining;
— ein moderates Ausdauertraining.
Nach einer sehr unterhaltsamen Stunde kam dann abschließend die Frage:
"Wieso haben wir denn beide den gleichen Trainingsplan, wenn ich doch eine Körperstraffung haben will und er abnehmen möchte?"
Berechtigte Frage.
Ich verfahre mit absoluten Anfängern — und das ist nicht abwertend gemeint, sondern einfach eine Tatsache — grundsätzlich so, dass sie erst mal einen Basis-Plan bekommen, der nicht großartig spezialisiert ist und mit dem man nicht viel falsch machen kann. Das tue ich allerdings nur, wenn keine gesundheitlichen Beschwerden vorliegen, an denen man gesondert arbeiten müsste. Ist der Kunde körperlich ok, will ich ihn zunächst mal überhaupt an sportliche Belastung gewöhnen und mit so wenig Übungen von oben bis unten durcharbeiten und alle relevanten Muskelgruppen mit einbeziehen.
Ein Basisplan, der sich bislang bewährt hat, beinhaltet je zur Hälfte Geräteübungen und Übungen am Boden oder mit dem Pezzi-Ball; mehr als acht verschiedene Übungen gebe ich aber auch gesunden Anfängern nie, tendenziell sogar weniger. Alles Weitere wird sich dann ergeben.
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